Gina Lisa Lohfink: 2026 Startet Das Skandal-Model In Der Schweiz Durch – Mit Einem Projekt, Das Niemand Erwartet Hat

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Gina Lisa Lohfink steht im Zürcher Seefeld, die Sonne brennt auf den Asphalt, und sie lächelt. Nicht dieses aufgesetzte Lächeln aus alten GNTM-Zeiten, sondern eines, das sagt: Ich bin wieder da. Und ich mache es anders. Die 37-Jährige, die Deutschland jahrelang mit Skandalen, viralen Clips und einer spektakulären OnlyFans-Karriere in Atem hielt, hat sich neu erfunden. Ihr neuester Coup: eine Streetwear-Kollektion, die sie gemeinsam mit einem Schweizer Label auf den Markt bringt, und zwar exklusiv in Zürich, Bern und Luzern. Die Branche reibt sich die Augen.

Sie hat sich rar gemacht in den letzten Monaten, das Getuschel hörte man trotzdem bis nach Basel. gina lisa lohfink – dieser Name polarisiert seit über 15 Jahren. Jetzt trägt sie Hosen mit breiten Bündchen, die an Skater-Ästhetik erinnern, und Blazer aus recyceltem Polyester. „GL by Gina“ heißt die Linie, und sie soll nicht nur Kleidung sein, sondern eine Haltung. Dass sie dafür ausgerechnet in die Schweiz gegangen ist, hat einen simplen Grund: „Hier kann ich das machen, ohne dass mich jeder sofort auf meine Vergangenheit reduziert“, sagt sie bei der Präsentation. Das Publikum wirkt verblüfft, ein paar Nicken in der ersten Reihe.

Von Berlin nach Zürich: Der Umzug, der alle überraschte

Noch im Herbst 2025 postete Gina Lisa Fotos aus ihrer Wahlheimat Berlin, dann wurde es still. Monatelang. Im Frühjahr 2026 tauchte sie plötzlich im Zürcher Kreis 5 auf, mit einem Loft und einem Schweizer Handyvertrag. Die Gerüchteküche brodelte sofort: Geht es um Steuervorteile? Einen neuen Partner? Oder doch nur PR? Tatsächlich war es die Geschäftsidee, die sie in die Schweiz zog. Ein langjähriger Freund aus der Modebranche, der ein Luzerner Unternehmen führt, bot ihr eine Kooperation an – unter der Bedingung, dass sie sich voll auf das Projekt einlässt. Gina Lisa zögerte nicht lang. „Ich habe mein Leben echt umgekrempelt“, erzählt sie. Das Loft ist minimalistisch eingerichtet, kein roter Teppich, keine Blitzlichter.

Die neue Kollektion: „GL by Gina“ – mehr als nur ein Name

Die ersten Teile sind jetzt in drei Pop-up-Stores zu sehen, und sie wirken fast normal. Oversized-Sweater, weite Cargohosen, Caps mit dezentem Logo. Kein Glitzer, kein Netzstoff. Preise zwischen 80 und 250 Franken. Gina Lisa selbst designt nicht, aber sie hat die Farbpalette mitbestimmt und trägt die Stücke auf allen Werbeplakaten. Die Kampagne spielt mit dem Kontrast: in einem verlassenen Industriegebäude in Winterthur fotografiert, Gina Lisa ungeschminkt, die Haare offen. Die Botschaft: „Realness statt Glamour“. Schweizer Modeblogger sind geteilter Meinung – die einen finden es erfrischend, die anderen vermissen den „alten Vibe“.

Skandal-Vergangenheit: Wie sie zur Reizfigur wurde

Man kann über Gina Lisa nicht schreiben, ohne zurückzublicken. 2008 bei Germany’s Next Topmodel wurde sie Vierte, danach folgten Auftritte im Dschungelcamp, bei „Promi Big Brother“ und eine Eskalation nach der anderen. Ein Video mit einem umstrittenen Rapper, ein Prozess wegen Verleumdung, die Schlagzeilen über ihren OnlyFans-Account, der ihr zeitweise ein Millionenpublikum bescherte. Die Medien nannten sie „Skandalnudel“, „Boulevard-Liebling“ oder einfach „Gina“. Sie selbst sagt heute: „Ich war jung, ich war dumm, ich habe viel zu viel auf andere gehört.“ Die Schweiz, scheint es, nimmt diese Biografie mit einer gewissen Gelassenheit. Hier ist man weniger hysterisch, wenn jemand eine zweite Chance will.

Schweizer Reaktionen: Zwischen Begeisterung und Skepsis

Auf Twitter und Instagram kochen die Emotionen. User aus der Deutschschweiz schreiben: „Endlich mal was Echtes“ oder „Bitte mehr davon!“ Andere mosern: „Brauchen wir wirklich eine Gina Lisa Lohfink in Luzern?“ Die Lokalpresse in der Innerschweiz hat den Launch kaum beachtet, während die Pendlerzeitung „20 Minuten“ einen langen Artikel brachte. Ein Marktforscher der Universität St. Gallen sieht das nüchtern: „Prominente aus dem Ausland können in der Schweiz durchaus ein Nischenpublikum finden, aber die Schwelle ist hoch. Wenn Gina Lisa es schafft, Vertrauen aufzubauen, könnte sie eine Blaupause für andere liefern.“ Ein Satz, der aufhorchen lässt.

Das Interview: „Ich bin nicht mehr das Mädchen von damals“

Bei einem Kaffee – Schwarz, ohne Zucker – spricht sie über den Wandel. Ihre Stimme hat sich nicht verändert, dieser leicht raue Berliner Ton. Aber die Pausen zwischen den Sätzen sind länger. Sie sagt: „Ich will nicht mehr funktionieren, ich will gestalten.“ Auf die Frage, ob sie Angst vor altem Ballast habe, winkt sie ab. „Die Leute dürfen über mich denken, was sie wollen. Ich lebe jetzt in der Schweiz, weil ich hier meine Ruhe habe und trotzdem arbeiten kann.“ Es klingt nicht abgeklärt, eher wie eine Erkenntnis, die sie sich hart erarbeitet hat. Ein Moment, der fast rührend wirkt, wäre da nicht dieser skeptische Blick, den sie nicht ganz ablegen kann.

Zukunftspläne: Ein Schweizer Pass und ein eigenes TV-Format?

Was kommt nach der Kollektion? Gina Lisa spricht im Vertrauen von einem möglichen Reality-Format, das in der Schweiz produziert werden soll. Ein Sender aus Chur sei interessiert. Parallel dazu prüft sie, ob sie die Schweizer Staatsbürgerschaft beantragen kann – die Aufenthaltsbewilligung hat sie bereits. Insider munkeln, dass sie eine kleine Boutique in Zürichs Altstadt eröffnen will, vielleicht schon im Herbst. Ob das alles klappt? Schwer zu sagen. Gina Lisa Lohfink ist ein Profi darin, Erwartungen zu unterlaufen. Eines aber ist sicher: Die Schweiz wird sie so schnell nicht mehr los.

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