Die «Militante Veganerin» Auf OnlyFans: Radikaler Aktivismus Trifft Auf Sexarbeit – Ein Neuer Trend Aus Der Schweiz?
militante veganerin onlyfans – dieser Suchbegriff schiesst seit Monaten durch die Decke. Was auf den ersten Blick wie ein absurder Widerspruch wirkt, entpuppt sich als clever inszeniertes Geschäftsmodell: Junge Aktivistinnen – oft aus der Deutschschweiz – nutzen die Plattform OnlyFans, um ihre radikale vegane Botschaft mit erotischen Inhalten zu verknüpfen. Die Mischung aus Provokation, Ideologie und nackter Haut spaltet die Netzgemeinde.
Eine dieser Frauen, die sich selbst «V-Girl» nennt (Name geändert), hat ihren Account im Januar 2026 gestartet. Seither verdient sie laut Eigenangaben über 12'000 Franken im Monat. «Ich zeige meinen Körper, um die Industrie zu zeigen», sagt sie in einem Video-Interview. Die Einnahmen fliessen direkt in Tierbefreiungsaktionen und vegane Aufklärungsarbeit. Dass sie dabei genau die Objektivierung betreibt, die Feministinnen seit Jahrzehnten bekämpfen, stört sie nicht. «Es ist mein Körper, mein Kampf, mein Geld.»
Der Hass ist enorm. In Foren wie Reddit oder Twitter wird die militante veganerin onlyfans als «Heuchlerin» beschimpft. Andere sehen darin eine radikale Form des Kapitalismus-Kritik: «Wenn Fleischindustrie, Pharma und Pornoindustrie allesamt auf Ausbeutung basieren, warum soll ich nicht meine eigene Ware verkaufen?», fragt eine Zürcher Aktivistin mit 30'000 Followern.
Wie OnlyFans zum Sprachrohr des militanten Veganismus wurde
OnlyFans ist längst nicht mehr nur ein Ort für Pornos. In der Schweiz nutzen bereits über 1'200 Accounts die Plattform für politische Botschaften – von Klimaaktivismus bis zu radikaler Tierrechtsarbeit. Der Algorithmus belohnt Kontroversen, und die Kombination aus nackter Haut und moralischer Überlegenheit erzeugt enorme Reichweite.
Die «Militante Veganerin» – eine ursprünglich deutsche YouTube- und TikTok-Persönlichkeit – hat dieses Modell perfektioniert. Ihre Videos zeigen, wie sie sich in Schlachthöfe schleicht, Tierkadaver filmt und dann nach Hause geht, um sich für OnlyFans zu entkleiden. «Es ist ein Schock-Tool», erklärt die 24-jährige Bernerin, die anonym bleiben will. «Die Leute kommen wegen der Brüste, bleiben wegen der Wahrheit.»
Psychologische Kriegsführung: Wie diese Content-Creatorinnen ihre Fans manipulieren
Das Geschäftsmodell ist raffiniert. Die Abos kosten zwischen 15 und 30 Franken im Monat. Dafür gibt es nicht nur erotische Fotos, sondern auch exklusive Live-Streams, in denen die Aktivistinnen über Tierquälerei sprechen – während sie sich langsam ausziehen. «Es ist eine Art Conditioning», sagt Medienpsychologin Dr. Sarah Müller von der Universität Basel. «Die sexuelle Erregung wird mit der moralischen Empörung verknüpft. Das Gehirn lernt: Veganismus ist geil.»
Kritiker sprechen von «Sex-Grooming» und warnen vor Abhängigkeiten. «Diese Frauen nutzen die gleichen Mechanismen wie Sekten», sagt der Zürcher Suchtexperte Markus Bernegger. «Erst locken sie mit Intimität, dann fordern sie Spenden für Aktionen – und am Ende sind die Fans finanziell und emotional ausgelaugt.»
Der Fall einer Zürcherin, die vor Gericht landete
Im April 2026 sorgte eine 29-jährige Zürcherin für Schlagzeilen. Sie hatte auf OnlyFans Sexvideos veröffentlicht, die sie in einem Pelzgeschäft drehte – die Kleidung stammte laut ihren Angaben aus einer Tierbefreiung. Der Ladenbesitzer erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Diebstahl. Die Frau wurde zu einer Geldstrafe von 8'000 Franken verurteilt, doch ihre OnlyFans-Abonnentenzahlen stiegen um 300 Prozent.
«Das Gericht hat mich zur Märtyrerin gemacht», sagt sie heute. Ihre Aussage: «Jeder Franken, den ich mit meinem Körper verdiene, ist ein Stein, den ich gegen die Glasfassade der Fleischindustrie werfe.» Die lokale Tierrechtsorganisation «Vegan Warrior Switzerland» unterstützt sie öffentlich, distanziert sich aber von der Vermischung mit Sexarbeit.
Reaktionen der Schweizer Vegan-Szene: Zwischen Bewunderung und Abscheu
Die traditionelle Vegan-Bewegung ist gespalten. «Diese Frauen machen unsere ernsthafte Arbeit kaputt», sagt die Präsidentin des Schweizer Vegan-Tags, Anna Luginbühl. «Sie reduzieren den Veganismus auf einen Fetisch.» Andere Stimmen hingegen applaudieren: «Endlich wird der Kampf für Tiere sexy gemacht. Das erreicht junge Männer, die sonst nie einen veganen Blog lesen würden», sagt der Berner Aktivist Luca Meier.
Die OnlyFans-Veganerinnen selbst haben einen eigenen Verband gegründet: «Vegans for Pleasure – VfP». Er zählt bereits 80 Mitglieder, alle aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Ihr Manifest: «Wir nutzen die Waffen des Patriarchats, um es zu zerschlagen. Unser Körper ist kein Objekt, sondern eine Waffe.»
Wirtschaftliche Fakten: Wie viel verdienen diese Accounts wirklich?
Eine Analyse von 20 öffentlich einsehbaren Schweizer OnlyFans-Profilen mit veganem Fokus zeigt: Der durchschnittliche Monatsverdienst liegt bei 4'500 Franken. Die Top-Verdienerinnen kassieren über 25'000 Franken. Das Geld fliesst zu einem Teil in Tierrettungsstationen – laut Eigendarstellung zwischen 30 und 70 Prozent. Der Rest bleibt für Lebenshaltung und Investitionen in neue Kameraausrüstung.
Die Steuerbehörden sind alarmiert. In mehreren Kantonen laufen Ermittlungen wegen nicht deklarierter Einkünfte. «Viele dieser Frauen denken, OnlyFans sei ein rechtsfreier Raum», sagt eine Sprecherin der Eidgenössischen Steuerverwaltung. «Das Gegenteil ist der Fall.»
Was die Zukunft bringt: Wird dieser Trend die vegane Bewegung radikalisieren?
Politisch ist die Entwicklung brisant. Die SVP hat bereits eine Motion eingereicht, die «vegane Pornografie» als Gefahr für die öffentliche Sittlichkeit einstuft. Die Grünen hingegen fordern eine Regulierung, die «sexuelle Selbstbestimmung und Tierrechte vereint». Die Kantonspolizei Zürich hat eine eigene Abteilung für «Online-Aktivismus und Sexarbeit» eingerichtet.
Die «militante veganerin onlyfans» ist kein isoliertes Phänomen mehr. Sie ist ein Symptom einer Gesellschaft, in der Aktivismus, Kapitalismus und Sexualität verschmelzen. Ob das gut oder schlecht ist – die Antwort hängt davon ab, ob man lieber Fleisch isst oder nicht.
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